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13 Sept 2016

Alpentour 2016

Seit Montag bin ich zurück von meiner letzten Fahrradtour. Eigentlich war die Idee nach Slowenien in die Alpen zu fahren. Gleichzeitig war es mir wichtig diesmal von meiner Haustür zu starten und auch dorting zurück zu kehren, alles mit dem Rad, Pedalumdrehung für Pedalumdrehung die Schleife schliessen. Also machte ich mich mit Wolter wieder einmal auf richtung Osten. Ich musste dann allerdings recht schnell merken, dass sich Slowenien, Schleife schliessen und schöne Wege durch die Berge zu fahren sich nicht alle in gut zwei Wochen Reisezeit umsetzen liessen. Also liess ich Slowenien fallen und so wurden die Berge, genauer die Alpen zum zentralen Thema.

Wie die Alpen schon erraten lassen, war das ein ganz schon bergige Angelegenheit. Einige Schlüsselerlebnisse, welche ich hier festhalten will, lassen sich mit einigen der unten aufgelisteten Pässen verbinden und sind im jewels gleichnamigen Beitrag ausgeführt.

Schallenberg (1167 m)
Glaubenbielen (1611 m)
Pragelpass (1548 m)
Bielerhöhe, Silvretta (2037 m)
Timmelsjoch - Passo Rombo (2509 m)
Gampenpass (1512 m)
Passo del Tonale (1883 m)
Simplon (2005 m)
Sanetsch (2242 m)

Die Route kann man in der Kartensammlung ansehen (Tour 4). Und auch diesmal gibt es etwas documentaion in Bildern.

Simplon

Der Simplon ist ein geschitsträchtiger und sehr bekannter Pass. Dementsprechend hatte ich Angst, dass dies ein Horrorerlebnis sein würde. Doch Freitag Nachmittag hielt sich der Verkehr in Grenzen. Ich überquerte von Domodossola kommend und machte Halt in Simplon Dorf. Ein mahlerischer Ort. Die Strasse ist perfekt geführt, was sich in einem Stetigen, nicht allzu steilen Anstieg wiederspiegelt. Doch die Stetigkeit hat auch was zermürbendes. Die Region ist ohne Wenn und Aber sehenswert. Als Radfahrer ist es jedoch nicht einer der Pässe die ich als erste auf meine Bestenliste schreiben würde. Von Brig herkommend gibt es zu dieserzeit einige Baustellen mit Ampeln welche für ein kletternden Fahrradfahrer zu kurz getaktet sind. Während der Abfahrt sah ich dann auch zwei Radfahrerinnen welche ihre Drahtesel über den Schotter der abgesperrten, sich im Bau befindenden Strassenseite schoben. Das alles im Schatten der hallenden Gallerie.
Abgesehen von der eigenen Sturheit kann ich keinen Grund für einen Radfahrer finden diesen Pass fahren zu wollen.
Aber es ist halt der Simplon...

Pragelpass

Der Pragelpass verbindet das Moutathal und das Klöntal. Die Passstrasse ist recht schmal und steil, folglich lässt diese keinen schnellen Verkehr zu. In der Tat gibt es wenige Auto und Töfffahrer welche in gemässigten Tempo über den Pass fahren. Die Anstregnung des steilen Anstiegs lohnt sich auf jeden fall, Die Natur im Reservat der Passnähe ist einzigartig und hat was von einem Märchenwald.
Ich war vor einigen Jahren schon einmal wandern im Moutathal und hatte diesen Uhrwald in bester Erinnerung. Als ich mich diesmal der Passtrasse durch das gleichnamige Dorf Mouthathal annäherte bemerkte ich die vielen Sägereien im Dorf und ich hatte ein mulmiges Gefühl ob sie überhaupt etwas vom alten Wald stehen gelasssen haben.
Wenn man den Anstieg dann geschafft hat, gibt es eine längere Strecke relativ eben im durchs Hochtal. Diesen Abschnitt kann man dann geniessen, und die alten Bäume und die Pflanzenvielfalt bestaunen. Genial.

10 Sept 2014

Tag 14: Wassen - Fribourg

Die Königsetappe zum Schluss...

8 Sept 2014

Tag 13: Thusis - Wassen

Es war nicht klar ob ich in Bonaduz nach rechts abbiege um Chur in den Zug zu steigen oder ob ich mir den Oberalppass und den Sustenpass auch noch gebe. Ich hatte gerade ziemlich die Nase voll und der Gedanke an die Pässe allein gab mir weiche Knie.
Also Kaffepause in Bonaduz. Das Wetter gab mir nicht wirklich einen Vorwand um abzubrechen. Es würde wechselhaft bleiben, da kann man Glück oder Pech haben aber erfahrungsgemäß war die Prognose eher schlechter als das was am Ende wirklich war. Und der Gedanke endlich einmal eine lange Tour auf meiner eigenen Türschwelle zu beenden lässt mich nicht los.
Also nach links dann... Ich fand trotz schlechter Laune einen guten Rhythmus. Ich fuhr nun die Etappe am Oberrhein mit den Steigungen welche ich gestern noch ims Auge gefasst hatte. Nun war ich überzeugt due richtige Entscheidung getroffen zu haben und zu ruhen. Gestern wäre das eine Qual geworden, doch heute meinten die Beine; lecker! Hmmm, fein... Und so konnte ich die schöne Strecke entlang der Rheinschlucht auch genießen.
Vor dem Pass gabs noch eine kleine Spätsomnerschauer, welche mich kaum mehr durchnässte als mein eigener Schweiß. Danach hielt das Wetter. Nach Andermatt hinunter war eine schöne Talfahrt, danach Richtung Göschenen, Wassen nahm der Verkehr stark zu. Das Gefälle liess jedoch ein hohes Tempo zu und ich konnte die ganze Fahrspuhr in Anspruch nehmen ohne den Verkehr aufzuhalten.
Die Berglandschaft im Kanton Uri ist bisher wohl die gewaltigste. Die Gipfel welche das klamme Tal flankieren ragen steil in den Himmel.
In Wassen nahm ich mir ein Zimmern. Hier bin ich perfekt positioniert um am folgenden Tag den Sustenpass in Angriff zu nehmen.

7 Sept 2014

Tag 11: Merano - Zernez

Heute stand der Ofenpass auf dem Programm. Das heisst bis Glurns war einfahren. Radbahn, durch pittoreske Landschaft.
Diesmal wusste ich wie hoch hinauf ich muss, aber auch wenn man es im voraus weiss, am Ende muss man es einfach fahren.
Ich machte viele Pausen diesmal, unter anderem um den Regen abzuwarten. Mir lief dann die Zeit davon und so musste ich dran bleiben. Der Anstieg geht etappenweise und ein grossteil der Höhenmeter werden auf den letzten paar Kilometer überwunden. Ich suchte eine höhere Übersetzung, aber der Schaltgriff war schon am anschlag. Diesmal war ich einfach nur froh oben angekommen zu sein. Ich stelle das rad ab und ging die letzten paar Meter über die Kuppe.
Campieren ist überall verboten hier, besonders im Nationalpark kurz nach dem Pass. Der park ist allerdings von einer atemberaubenden Wildheit. Die letzten Sonnenstrahlen tauchten die Szenerie in ein sonderbar schönes Zwielicht. Es war ein sehr emotionaler Moment.
Ich hatte gehofft das Rad bis nach Zernez laufen lassen zu können. Aber die letzten 20 Kilometer erschöpften mich komplett.
Es war gerade dunkel geworden als ich endlich Zernez erreichte. Vor dem Zeltplatz stieg ich in einem Bed &Breakfast ab und schlief bald wie ein Stein.